Jugendfußball und Kinderschutz im Fokus: Germania-Turnier setzt an zwei Tagen starke Akzente

Ein volles Haus am Viadukt, maximaler Einsatz auf dem Rasen und ein starkes Zeichen für den Kinderschutz: Das zweitägige Jugendturnier des SV Germania Bietigheim am 4. und 5. Juli 2026 bot weit mehr als klassische Ansätze. Aus sportlicher Sicht feierte dabei vor allem der lokale Nachwuchs einen großen Erfolg: Die E-Jugend des FSV 08 Bietigheim-Bissingen sicherte sich am Samstag den Turniersieg. Am Sonntag legte die D-Jugend nach, hier reiste die SG Sonnenhof Großaspach als Gewinner nach Hause. Durch den gewählten Ligamodus kamen alle beteiligten Nachwuchskicker beim „alwa Glückszeit-Cup“ auf hohe Spielzeiten, was den familiären Charakter der gut besuchten Sportanlage unterstrich.

Alwa-Glueckszeit Cup 2026: Siegerehrung mit Vorstand Holger Conrad und Oberbürgermeister Jürgen Kessing (v.l.n.r.)

Starkes Selbstbewusstsein und präventiver Schutz

Über den rein sportlichen Wettbewerb hinaus setzte der Veranstalter SV Germania in diesem Jahr auf ein klares gesellschaftliches Thema: den Schutz und die Stärkung von Kindern im und außerhalb des Sports. Dazu holte sich der Verein zwei Partner auf die Anlage. Mit dem Projekt „STARK WIE WIR“ stand die Kombination aus Selbstverteidigung und Persönlichkeitsentwicklung im Fokus. Die Initiatoren nutzten das Umfeld, um direkt am Spielfeldrand mit Kindern und Eltern ins Gespräch zu kommen.

„Unser wichtigster Antrieb ist es, Kinder sicher, stark und selbstbewusst zu machen“, erklärte Oliver Jakisch von STARK WIE WIR. Das Turnier habe die Gelegenheit geboten, viele Kinder an einem Ort zu erreichen und im persönlichen Umfeld mit Familien und Vereinsvertretern in den Austausch zu gehen.

Alwa-Glueckszeit Cup 2026: Vorstand Jugend Daniel Manthey und Jannik Jakisch von StarkWieWir (v.l.n.r.)

Start-up aus der Region liefert Sicherheit

Ergänzt wurde dieser präventive Ansatz durch die Kooperation mit dem jungen Unternehmen „Depulse“ aus dem benachbarten Freiberg am Neckar. Der Hersteller von Sport-Protektoren rückte den praktischen, körperlichen Schutz im Spiel in den Mittelpunkt.

„Als junges Unternehmen aus der Region, das seine Schienbeinschoner und Protektoren direkt hier in Baden-Württemberg herstellt, liegt uns ein Thema besonders am Herzen: Wir wollen Kindern den Schutz im Sport aktiv näherbringen“, betonte Depulse-Mitgründer Yannik Thamm. Sicherheit auf dem Platz müsse von Anfang an dazugehören.

Für den SV Germania Bietigheim ist das Konzept aufgegangen. „Wir wollten zeigen, dass moderner Jugendfußball heute mehr sein kann als reiner Wettbewerb allein“, zog Nico Rechkemmer vom Organisationsteam Bilanz. Der Sportplatz sei ein Ort, an dem Kinder sportlich wachsen, persönlich gestärkt werden und Schutz ganz selbstverständlich mitgedacht werde.

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